Lady Macbeth - Solo für eine Sehnsucht

Szenencollage
über Shakespeares Figur der Lady Macbeth

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Inhalt

Lady Macbeth wagt alles: in ihrer Gier nach Macht und Herrschaft treibt sie mit einem ehrgeizigen Entschluß ihren zögernden Mann zum Königsmord und auf den Thron.
Mit Mitteln des Masken-, Figuren- und Schauspiels werden Bilder verschiedener Facetten dieser außergewöhnlichen Frauenfigur entwickelt, vom Größenwahn zum Wahnsinn, zart und grotesk, voll Lärm und Wut, Angst und Raserei.
Dabei wird die Handlung von Shakespears Vorlage stark komprimiert und ins Innere der Protagonistin verlegt, alle Figuren sind Spiegel ihrer selbst.
Lady Macbeth hört Stimmen. Von drinnen und draußen. Von gestern und morgen. Und sie wiederholt ihr blutiges Spiel und will nicht glauben, daß sie an ihrer Sehnsucht zerbricht. "Es ist ein Witz, ein Märchen bloß"....

Das Stück kann auch auf englisch (Shakespeare-Text) gespielt werden

Pressestimmen

"Ulrike Andersen ist eine Zauberin. Und sie besitzt die Gelassenheit derer, die ihre Mixturen kennen, um ihr Handwerkszeug wissen. Langsam, manchmal beinahe statisch, entfaltet sie ihr Stück ... Der Wahnsinn der Macbeth schimmert hinter einer ungeheuren Konzentration hervor, die an eine machtvoll-faszinierende Trägheit heranreicht. Andersens Lady Macbeth kreischt nicht. Sie läßt das Ungeheuerliche wie eine Walze heranrollen. Gemächlich, berechnend, suggestiv...Andersen vermag die Figur zu füllen mit einen bezaubernden Wechsel von Masken- und Figurenspiel. Ein wunderbares Bild steht schon am Beginn der Inszenierung als Andersen die Maske der Lady Macbeth an ihrem Bauch durch die Fäden ihres Mieders schauen läßt! Hier entsteht ein faszinierendes Bild vom Eingesponnensein der Lady in ihre Phantasien und Gedanken, von der Verstrickung in die Gier nach Macht, die im stillen Wahnsinn gipfeln wird... Shakespeare-Text wird über Band und zum Teil von der Darstellerin in schmalen Auszügen gesprochen und vermag mit der Musik von rat'n'X den Bannkreis um das Publikum noch fester zu ziehen. (Potsdamer Neueste Nachrichten)

"In blutrotem Gegenlicht entwickelt die Figurenspielerin ihr Mordkomplott, treibt als Lady Macbeth den Mann zum Königsmord: "Nimm du den Dolch, sein Griff sucht deine Hand - dies alte Eisen, das die Könige tauscht" Es ist faszinierend zu sehen, wie in der Holzbalken-Wohnzimmer-Gemütlichkeit des Zimmertheaters Monstrosität entsteht, wie Andersen aus kleinen Puppen fiese Mordgeschöpfe macht. Aus dem Off dringen innere Stimmen von Treibern und Getriebenen. Ganz wie in klassischen Macbeth-Inszenierungen bleibt die Bühne als Trümmerfeld zurück ... Drama auf engstem Raum. (taz Bremen)

Die nächsten Termine

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