„Frühstück bei Schneewittchen“

Ein groteskes Figurenmärchen für Erwachsene

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Inhalt

Ein ganz normales Frühstück… bis Serviette und Ei, Espressokanne, Radio und Stehlampe beschließen, Schneewittchen vor der bösen Königin zu retten. Sie entwickeln vom Frühstückstisch aus ihr merkwürdiges Eigenleben und für die Spielerin Ulrike Andersen beginnt ein absurder Kampf mit den Tücken des Alltags – die Katastrophe nimmt ihren Lauf…

  • Idee, Ausstattung und Spiel: Ulrike Andersen
  • Regie und Technik: Anja Noetzel
  • Fotos: Anja Noetzel
  • Dauer: ca. 1 Stunde ohne Pause

Pressestimmen

„Es sieht schon etwas merkwürdig aus, rund um Schneewittchens Frühstückstisch im Figurentheater Bremerhaven. Eine Original-50er-Jahre-Tütenlampe mit Schwanenhals teilt sich die Beleuchtung mit eine umhäkelten Schreibtischlampe… Auf einem Nebentisch werden den Besuchern „Schneewittchenäpfel“ angeboten… Aber nun kann es auch beginnen, das „Frühstück bei Schneewittchen“ in der Regie von Anja Noetzel, mit dem Ulrike Andersen nun eine Stunde lang die Zuschauer be- und verzaubern wird. Sie trägt einen mausgrauen Morgenmantel und eine turbanähnliche Kopfedeckung und sieht aus, als sei sie gar nicht vorhanden. In der Tat: Schon in er ersten Szene tritt sie durch das Spiel ihrer figuren völlig in den Hintergrund. Alle starren fasziniert auf das Herrenhemd mit dem Espressokannenkopf, der sogar richtig singen kann und beim Zeitungslesen vom kläffenden Teesiebhund unterbrochen wird. Dann wird – ruckzuck Tütenlampe aus und wieder an – aus zwei roten Eierbechern und einer großen Damastserviette ein frecher Vogel, der schließlich die Kaffeetasse vom Tisch auf den Boden kickt, wo sie in Scherben geht.

Ulrike Andersen versteht es mit einer unglaublichen Präzision, die Figuren zu spielen. Jeder Handgriff ist offenbar genau geplant und geprobt, nichts bleibt dem Zufall überlassen. Sie spricht kein Wort (das übernimmt das Röhrenradio), verzieht kaum eine Miene und scheint trotzdem unablässig mit Figuren und Publikum zu kommunizieren. Was daraus entsteht, ist ein großartiges Illusionstheater. Zum Schluß erleben wir zwei kahlköpfige Freunde…, die in Streit geraten. Es kommt zu einem atemberaubenden Duell mit Messer und Gabel, das er deine nicht überlebt. Dann, auf seltsame Weise wieder auferstanden von den Toten, füttern die beiden das arme Schneewittchen gewaltsam mit vergifteten Äpfeln zu Tode. Es schluckt und würgt eine großartige Ulrike Andersen. Sie scheint nun doch tatsächlich ihren Figuren zum Opfer gefallen zu sein…“ (Nordsee-Zeitung Bremerhaven)

Termine auf Anfrage.

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