Strings up! (verschoben wegen Corona auf 2021)

Zwei Stücke für vergessene Figuren
Ein Abend im Sinne eines „Tanzabends“ mit zwei Teilen für jeweils drei Spieler.
Themen: Zeit, Wiedersehen, Erinnern – neu sehen, neu hören, Fäden aufnehmen!

Totentanz recomposed
Drei Menschen mit sechs Marionetten in abwechselnden Schlaglichtern: Atmosphärische Portraits, die nach und nach Geschichte freisetzen, Beziehungen herstellen ohne direkt miteinander zu kommunizieren.
Die Vivaldi-Neukomposition „Recomposed“ von Max Richter, eingespielt 2012 mit Daniel Hope unter der musikalischen Leitung von André de Ridder, scheint als musikalische Grundlage wie geschaffen dafür.
Etwas wieder-komponieren, etwas Altes neu sichtbar machen. Drei Menschen und sechs Marionetten in ständigem Wechsel der Ebenen. Durch Licht und Dunkelheit gegeneinander geschnitten, erzählen und komponieren sie Geschichte neu.

Krimi Lounge
Mit einfachem Zeichen-Film kombinierte Szenenfolge, die eine Krimigeschichte auf unterschiedlichen Ebenen entstehen lässt. Bewegliche Bilder als sich permanent wandelndes Bühnenbild. Kombination der stark comichaften Figuren mit menschlichen Darstellern, Objekten un live gezeichneten Linien.
Eine Szenenfolge um die Solofigur Frau Schnibbelchen, Heldin des Alltags und Verwandte der „Oma aus Stuttgart“ und ihre Begegnung mit einer merkwürdig verstaubten Ganovenwelt. Ein surrealer Krimi.

13 Marionetten von Fritz Herbert Bross aus den 50er Jahren, gebaut für Albrecht Roser und nie gespielt, wiedergefunden, restauriert und nun in zwei Stücken, »Totentanz« & »krimi lounge«.
Von den 50er bis 70er Jahren hat sich Fritz Herbert Bross von Stuttgart aus als Ausstatter, Regisseur und Figurenbauer international einen Namen gemacht. Die besten Ausstattungen des Stuttgarter Marionettentheaters und ein Teil der Marionetten von Gustaf und sein Ensemble, Albrecht Rosers berühmtes Szenenprogramm für Solomarionetten, sind von ihm gebaut.
Lassen sich diese Figuren wie ein zeitloses Instrumentarium für einen zeitgenössischen Blick auf das Figurentheater ebenso verwenden? Können sie ihre Utopie der ausbalancierten Bühnenskulptur zwischen Technik und Ästhetik heute besser vertreten denn je?
Der Tübinger Figurenspieler und Regisseur Frank Soehnle gehört zu den wichtigsten Vertretern des zeitgenössischen deutschen Figurentheaters. Gestaltung und Körpersprache der Figuren stehen bei seiner theatralischen Recherche im Mittelpunkt.

Spiel: Hanna Malhas, Christian Glötzner, Leo Wanner, Frank Soehnle
Choreografische Mitarbeit: Karin Ould Chih
Kostüme: Evelyne Meersschaut
Musik: rat’n’X und Max Richter
Regie: Frank Soehnle

20,– €